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Die Hamborner Reit AG – Basisinvestment mit Substanz?

November 22, 2017

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich über die UMT AG berichtet. Das Investment in die UMT AG ist aufgrund der Branche und Konkurrenzsituation bei den FinTech Unternehmen als sehr spekulativ und risikoreich einzustufen. Heute möchte ich die Hamborner Reit AG vorstellen, die in meinem wikifolio „Tenbagger – Sei aufmerksam“ im Gegensatz dazu eher den konservativen und trägen Bestand darstellt.

 

Generell tendiere ich zu den verhaltenen, sicherheitsorientierten und vorsichtigen Investoren. Bei meinen Anlageentscheidungen ist es mir wichtig das magische Dreieck aus Liquidität, Rentabilität und Risiko so einzustellen, dass Rückschlägen verkraftet werden können. Mit einzelnen spekulativen Werten (z.B. die UMT AG), deren Geschäftsmodelle ich allerdings dezidiert nach dem Eyes- and Ears-Investing recherchiere, versuche ich dann Schwung in die „träge Substanz“ zu bringen.

 

Substanz und Werterhalt sehe ich die letzten Jahre generell im Immobiliensektor. Daher ist das Tenbagger wikifolio auch in diesem Sektor mit vielen Einzelwerten sehr stark vertreten. Mit einem Muster-Depotanteil von ca. 8 % ist die Hamborner Reit AG dort wiederum überproportional abgebildet und rangiert am oberen Ende meines maximalen Muster-Depotbestandes, den ich wegen der Risikostreuung nicht überschreiten möchte.

 

Bei der Bewertung von Immobilien Aktien lege ich sehr großen Wert auf den Net Asset Value (NAV). Diese Kennzahl gibt den inneren Wert der Gesellschaft an. Dies ist der Wert, der nach der Veräußerung aller Immobilien und Tilgung der Schulden letztlich für die Aktionäre übrig bleibt. Diesen Wert vergleiche ich mit dem aktuellen Aktienkurs. Ein Unternehmen ist umso günstiger, je weiter der Aktienkurs unterhalb des NAV liegt oder eben umso teurer, je weiter der Aktienkurs den NAV übersteigt. Historisch betrachtet waren viele Immobilienunternehmen am oder unterhalb des NAV. Dies hat sich in den letzten Jahren verschoben. Einige Unternehmen notieren deutlich über NAV.

 

Zugegeben, diese Betrachtungsweise ist etwas eindimensional und auch bei Analysten sicherlich umstritten. Diese legen oftmals großen Wert auf die Funds From Operations (FFO). Diese Kennzahl gibt an, welche Einnahmen (Funds) das Unternehmen aus den bestehenden Vermietungen (Operations) bezieht bzw. generiert. Für mich hat diese Kennzahl zwar Bedeutung aber, wie bereits erwähnt, eher untergeordneter Natur. Nach dem Eyes- and Ears-Investing schaue ich lieber auf Regionen, Lage und Leerstandsquoten, die in der Folge Einfluss auf die FFO Kennzahl nehmen. Mit dem NAV als Orientierungsgröße habe ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht.

 

Die Hamborner Reit AG ist im Bereich der Gewerbeimmobilien tätig. Es werden 72 Objekte mit einem Gesamtwert von knapp 1,3 Mrd Euro betreut. Der NAV pro Aktie liegt zum 30.09.2017 bei 9,51 Euro. Die Bewirtschaftung erfolgt durch 39 Mitarbeiter und von der Gesellschaft sind knapp 80 Mio Aktien ausgegeben. Das Unternehmen verfügt über diverse Einkaufszentren mit namhaften Geschäften und Mietern, wie Real, Kaufland, Aldi, Edeka und Obi.

 

Lange Zeit notierte die Aktie mit einem deutlichen Abschlag auf den NAV. Aktuell liegt das Kursniveau am NAV, was im Vergleich zu anderen Unternehmen weiterhin günstig ist. Durch die geringe Leerstandsquote (unter 2 %) und die langfristige Finanzierung sowie Vermietung verfügen wir mit diesem Wert über einen robusten Substanzwert. Das Risiko nach unten sollte begrenzt sein, auch durch die interessanten Dividendenausschüttungen (Rendite ca. 4 %).

 

Für Tenbagger – Sei aufmerksam ist die Hamborner Reit AG daher in der Zusammenfassung ein solides Basisinvestment mit Substanz. Ein Wert, in den man langfristig investieren kann.

 

   

Dies ist keine Anlageempfehlung. Link: Haftungsausschluss

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